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Studiengangwechsel

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QueenBee
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Weil mir die fehlenden 30 % dazu mehr wert sind. :)
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anonym

boah wasn gefasel ...
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QueenBee
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Nenne es ruhig Gefasel, aber ich habe bereits einen Beruf mit guter Bezahlung aufgegeben, weil er mir keinen richtigen Spaß machte, weiß also, wovon ich rede.
Also such dir lieber ein richtiges Argument und trage zur Diskussion bei oder verfolge es einfach nicht weiter, wenn es dich nervt. ;)
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Master27
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natürlich ist es schöner etwas zu studieren was einem gefällt!!
jedoch solte man auch lernen sich durchzubeißen.
ich studiere selber einen studiengang , der mir nach einer gewissen zeit mit seinen ganzen gegebenheiten (fächer,...) keinen spaß mehr macht.
jedoch sind meine aussichten auf später flexibel und es is eher wahrscheinlich das ich späte rim berufslebens meine richtung finden kann, als durch das studium.
wie viele geben auf und wechseln und kommen dann von einem fiasko ins nächste. sind dann ebenfalls net zufrieden and so and so on.
studium sollte nicht nur immer spaß machen, sonst is man für das danach nicht wirklich prepariert.
zum thema-initiator:
ich würde auch gerne sport studiert haben, aber naja die gefahren sind groß. bekommst du ne verletzung zögert sich denke das studium doof heraus. und sport kannst du imemr nebenbei machen.wenn du dann gute kompetenzen in anderen bereichen vorweisen kannst, kann hoffentlich nach dem studium immer noch in die sportschiene gehen.
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Muenzi
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Dazu fällt mir noch ein Zitat aus Prof. Spechts (FVST) Vorlesung "Spielregeln für Beruf und Karriere" ein.

Arbeit macht keinen Spaß. Wer das sagt lügt. Arbeit kann höchstens nicht langweilig sein, aber Spaß macht sie nie.

Denke die Aussage ist zwar etwas hart, aber trifft auch zu. In den ersten Monaten und vllt den ersten Jahren macht ein Job noch viel Spaß. Wenn dann aber Routine einkehrt wird es immer mehr zur Qual, egal ob man das macht, was man schon immer wollte oder etwas anderes.
Kenne da genug Beispiele aus meinem Bekanntenkreis. Da ist jmd. dem war in der 6. Klasse schon klar, was er sein Leben lang machen will. Nach seinem Studium hat er sich diesen Traum erfüllt. Nun 20 Jahre später ist er nur noch am abkotzen.


„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
Bertolt Brecht
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Muenzi schrieb:


Und siehe da, es ist zwar nicht meine Nummer 1 Wahl und manchmal könnte ich mir echt schöneres vorstellen, doch ich habe zumindest eine perspektive für mein späteres Leben.

da treiben sich jedes jahr fast ein viertel junger menschen freiwillig in die perspektivlosigkeit. :(

Da ist jmd. dem war in der 6. Klasse schon klar, was er sein Leben lang machen will. Nach seinem Studium hat er sich diesen Traum erfüllt. Nun 20 Jahre später ist er nur noch am abkotzen.

den meisten die ich kenne macht ihre arbeit spass, egal ob mediziner, ingenieure oder dolmetscher. es ist klar, dass es momente gibt und sachen gibt, die einem nicht gefallen, aber im großen und ganzen sind alle zufrieden.

Doch ein Mensch, der keinen Job hat, ist nicht zwangsläufig glücklicher als jmd. der einen hat, der ihm nicht gefällt.

und es ist nicht davon auszugehen, dass man nach einem fgse-studium einen job findet? kann es sein, dass es auch menschen gibt, die mit einem klaren ziel ins studium gehen?
und ob ein ingenieur mit nem 3.0 abschluss so leicht an einen arbeitsplatz rankommt ist mehr als fraglich.
wer sicher einen job haben muss medizin studieren, aber wenn wir das alle machen führts ja auch zu arbeitslosigkeit ;)

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QueenBee
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@ muenzi:

...und ich kenne Beispiele, in denen das anders läuft. Tage, an denen man mal abkotzt, gibt es immer, aber Jahre tue ich mir nicht an. Jeder hat eigene Maximen im Leben, und meine ist eben: Auf Dauer nichts machen, was keinen Spaß macht. Und das lasse ich mir nicht nehmen. ;)



zuletzt bearbeitet: 11.07.2010, 17:59
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Muenzi
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cosmopolitan schrieb:


und ob ein ingenieur mit nem 3.0 abschluss so leicht an einen arbeitsplatz rankommt ist mehr als fraglich.
wer sicher einen job haben muss medizin studieren, aber wenn wir das alle machen führts ja auch zu arbeitslosigkeit ;)

kann ich nur bedingt beurteilen, da ich mich noch nicht um einen festen job beworben habe. allerdings weiß ich von anderen mit 3,0er schnitt, dass sie nach ihrem praktikum und der anschließenden bachelor-thesis von ihrem praktikumsunternehmen direkt übernommen werden sollen (vorausgesetzt sie stellen sich im praktikum nicht sooo dumm an).
hatte auch mal ne statistik über die arbeitsvermittlungsquoten von verfahrenstechnikern gesehn (weiß aber nicht mehr wo).
wenn ich mich recht erinnere sah das so aus, dass angeblich 95% der absolventen direkt nach dem studium in das arbeitsleben übergehen. von den restlichen 5% sollen angeblich 98% binnen 6 monaten vermittelt werden können.

vermute nach dem was ich bisher gehört habe, dass noten scheinbar nur was für die großunternehmen sind. für die kleinen sind praktika anscheinend weit wichtiger und in die kommen wir im allgemeinen auch ohne notennachweis (hatte vor kurzem ein bewerbungsgespräch bei einem dax-unternehmen. da hat insgesamt keiner nach noten gefragt. wichtiger waren psychologische aspekte in dem gespräch à la
"wie kommen sie mit stress zurecht, wie motivieren sie sich bei stress"
"worauf sind sie stolz"
"wenn ein guter freund sie beschreiben müsste, wie würde er sie beschreiben" etc.)



zuletzt bearbeitet: 11.07.2010, 21:00
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MrLight
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Solche generalisierenden Aussagen wie "Arbeit macht keinen Spass - wer das behauptet, der lügt." kann man echt in die Tonne kloppen... Das mag vlt. auf Arbeiten in schweren Krisenzeiten (Nachkriegsjahre) und vor allem solche zutreffen, die körperlich extrem anstrengend oder auch monoton sind- in denen keine Möglichkeit für kreative Entfaltung und Wachstum besteht.
Ob Arbeit Spass macht, hängt meiner Meinung nach also zum einen vom Umfeld ab und zum anderen von der persönlichen Einstellung. Wenn beides stimmt und miteinander harmoniert, macht Arbeit durchaus Spaß. Es hängt also wie immer von einigen Faktoren ab, weshalb, wie oben erwähnt, solch eine pauschale Aussage einfach totaler Blödsinn ist – vor allem dieses „wer das behauptet, der lügt“ ist absolut dämlich und unwissenschaftlich, weil es keine Falsifikation der Aussage erlaubt. Es zeigt sehr deutlich eine Geisteshaltung auf, die nicht bereit ist, ernsthaft und offen über dieses Thema einen Diskurs zu führen.
Ich selber habe 4 Semester Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau studiert und weiß, wie es ist, wenn das Studium absolut keinen Spass mehr macht und man merkt, dass man den falschen Studiengang gewählt hat. Erst ein Gespräch mit einem Freund hat mich dazu gebracht, mir einzugestehen, dass das Studium wirklich nichts für mich ist, womit ich langfristig glücklich werden könnte. Natürlich habe ich dennoch mit vielen Leuten und Freunden aus meinem Umfeld darüber geredet und die meisten waren eher so drauf wie Muenzi, und meinten zu mir, ich müsse mich eben durchbeißen - was man angefangen hat, solle man auch beenden und nach dem Studium könne ich ja eh in eine Richtung gehen, die mir dann Spass macht usw.
An dieser Stelle fällt man eine Grundsatzentscheidung. Bzw. sollte man, bevor man diese fällt, ersteinmal gründlich die Situation analysieren: war man vlt. zu faul im Studium, was genau hat einen daran gestört, wo liegen eigene Stärken sowie Schwächen, was interessiert einen, was sind die Ziele im eigenen Leben, welche Werte sind einem wichtig usw.
Ich habe mich damals (Sommer 2009) nach besagter Analyse gegen mein altes Studium und für einen Wechsel zu Wirtschaftsinformatik entschieden, was im Rückblick eine goldrichtige Entscheidung war. Jetzt erst habe ich gemerkt, was für ein krasses Gefühl und für eine Zufriedenheit es auslöst, wenn man das macht, was einem liegt, wo man neugierig ist und was einem Spass macht. Natürlich gibt es auch Fächer, durch die man sich quälen muss (ich habe z.B. Technische Informatik gehasst ^^), aber diese stellen weder ein Hindernis noch eine Motivationsblockade dar.
Da es in dem Zitat aber um Arbeit und nicht ums Studium geht, vlt. noch ein kurzes Wort dazu. Seit März arbeite ich als Hiwi im UCC hier in Magdeburg und habe dort die tolle Möglichkeit, eine mögliche Berufsverwirklichung eines Wirtschaftsinformatikers praktisch zu sehen und zu erleben und kann auch dazu nur sagen: es macht wirklich Spass und die Mitarbeiter dort sind alle gut drauf und machen auf mich einen glücklichen Eindruck.
Zum Schluss vlt. noch kurz ein Einwurf aus Prof. Hortons Vorlesung "Schlüsselkompetenzen", die ich jedem nur empfehlen kann. Es gibt in den Sozialwissenschaften den sogenannten "Locus of Control", der das subjektive Empfinden beschreibt, wer das eigene Leben lenkt. Je weiter dieser innen im Menschen liegt, desto glücklicher fühlt er sich in der Regel. Proaktive Menschen, die eigeninitiativ sind und vor allem selbstverantwortlich leben, sind i.d.R. glücklicher als reaktive Menschen, die ihre Situation auf die Umstände schieben und nicht bereit sind, etwas zu verändern.
Deshalb: man lebt nur einmal. Ich kann nur jedem empfehlen, sich selber mal genau zu analysieren oder analysieren zu lassen und sich eigene Ziele für sein Leben und fürs Studium zu formulieren, und diese dann zu Meilensteinen und schließlich zu Aufgaben herunterzubrechen. Ein Ziel, das man nicht kennt, trifft man nicht. Natürlich gehört dann auch Selbstdisziplin und Eigenverantwortung dazu!
Hat man jedoch Ziele, gibt dies dem Leben und vor allem jeder einzelnen Handlung, also auch der Arbeitsstelle einen Sinn.
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