UniHelp-Blog von schnueptus

Kategorie die weite Welt

Dienstag, 4. Mai 2010

Google Street View und Datenschutz, nur ein Ablekungsmanöver

Nachdem ja Google Lücken im deutschen Street View lassen will, haben sich schon ein paar Leute gefunden, die davon Fotos machen wollen. Zumindest nach diesen Artikel auf faz.net

Ich finde die ganze Google Street View Diskussion sinnlos. Bisher kann man Gebäude photographieren wie man will und die Bilder ins Internet stellen. Solche findet man Millionenfach bei Flickr sogar mit Standortinformationen. Nur weil Google das jetzt mit System macht? Und was ist mit Gebäuden die an öffentlichen Plätzen sind. Fragt da jemand nach? Wenn ich mein Haus im abgelegen habe muss sich Google mit Widersprüchen befassen, währen man auf anderen Seiten ohne rechtliche Probleme Fotos davon veröffentlichen kann.

Das zeigt doch nur eins, dass unsere Datenschutz überholt ist, unsere Politiker unfähig zu erkennen, dass das Internetzeitalter eine neue Systematik braucht. Die jetzige Strategie ist irgendwie Symbolpolitik, aber löst keine Probleme. Man muss halt auch mal klar sagen, dass wenn man mehr für den Datenschutz tun will, das auch bedeutet das Unternehmen dann mehr Ausgaben und Investitionen tätigen müssen, aber davor hat jeder Politiker angst. Dabei frage ich mich wer wählt die Politiker, Menschen oder Firmen?

Übrigens kann man auch erkennen was interessant ist, wenn genau dort Google eine Lücke lässt, wenn jemand sich die Mühe macht das zu verbergen ;)

Google Street View hat viele Vorteile. Es ist ein offenes Geheimnis das Immobilienmakler durch die Republik laufen und beeinflussbaren Opfern vermeidliche wertvolle Immobilien andrehen wollen, die genau am anderen Ende von Deutschland sind. Schön weit entfernt, ein Blick in Street View würde solche Betrügereien erschweren. Wäre ja nicht das erste mal!

geschrieben von schnueptus um 19:55, 0 Kommentare, 0 Trackbacks, in die weite Welt, Foto, Politik, Web,

Dienstag, 27. April 2010

Bald kein Schnitzel mehr in der Mensa

Nach dem der Konzern Monsanto die Preise für sein Patent auf Schnitzel angehoben hat, können sich Großküchen nicht mehr die vielen Patetentkosten nicht mehr leisten und nehmen deshalb einige Gerichte von der Speisekarte. Möglich wurden die Forderung dadurch, dass Futtermittel auf Genmanipulation nicht gekennzeichnet werden müssen und deshalb man auf den Markt kein Futtermittel kaufen kann ohne eine Rechnung von Monsanto zu bekommen. Da die Beweislast beim Anwender liegt, dass man ein Patent nicht verletzt ist es schwierig juristisch dagegen vorzugehen.

(Quelle)

Das ist natürlich eine Spitze Darstellung von mir. Aber wir sind gerade dabei uns versklaven zu lassen und unsere Politik spielt da voll mit, indem sie noch mehr Abkommen und Gesetzt zum Schutz des geistigen Eigentums durch zu setzen und genau das sind die Folgen.

geschrieben von schnueptus um 22:59, 6 Kommentare, 0 Trackbacks, in die weite Welt,

Montag, 10. August 2009

Das was keiner Traut zu sagen.

Ab und zu hat mal das ein oder andere Mainstream Nachrichtensystem Kommentare abgegeben, dazu das keinen die Krise interessiert und das keiner die Krise spürt, aber so wirklich traut keiner was zu sagen.

Gibt aber wenige, die es schaffen mal die Fakten auf den Tisch zu legen. Da solltet ihr euch mal den Namen: Michael Mross merken. Ein Interview findet iher hier.

Er hat eine eigene Nachrichtenagentur gegründet, weil die Mainstream Medien auch nur von den Presseagenturen abschreiben. Ein schöner Artikel ist folgender, den sollte man durchlesen:

http://www.mmnews.de/index.p…e.html

Übrigens im Artikel ist die größte Sauerrei noch nicht erwähnt. Allgemein ist ja Bekannt das in Amerika die Banken mit Steuergeldern gestützt wurden und dafür hat der Staat sich Einfluss versprochen. Auf der andere Seite pumpt der FED Geld in den Markt, nach 12 Billionen Dollar hat auch der letzte den Überblick verloren.
Das heißt im Klartext die derzeitige "Stabilität auf niedrigen Niveau" wird dadurch erkauft, das einfach Dollar nachgedruckt werden. Und das ging in der Geschichte noch nie Gut.

Auch und wir brauchen nicht auf den großen Teich schauen. Bei uns Spielen die Banken ja auch weiter munter Casino. Die Banken unter staatlicher Aufsicht (Landesbanken) haben eh am meisten versagt. Das die HRE am Arsch ist wusste unsere Bankenaufsicht schon vor 2 Jahren, hat aber trotzdem nichts gemacht. Und unsere Politik redet zwar viel von Bankenkontrolle etc, aber der wirklich Wille was zu ändern kann ich NIRGENDS erkennen.

geschrieben von schnueptus um 13:23, 5 Kommentare, 0 Trackbacks, in die weite Welt, Politik,

Samstag, 25. April 2009

Wahljahr, junge Generation ohne politisches Gewischt?

Es ist Wahljahr und je mehr das Jahr voranschreitet, um so unentschlossene Werde ich welcher Partei ich überhaupt noch meine Stimme geben kann.

Man hat das Gefühl, dass zur Zeit die Hauptzielgruppe aktueller Politik die Generation 60+ ist. Vielleicht ein Problem der Demographie, aber dennoch darf man als junger Wähler doch nicht so untergehen? Man sagt das die Jugend Politik verdrossen ist, aber das stimmt nicht, eher die Politiker sind Voreingenommen, bei Themen die Junge menschen bewegen.

Hier ein paar Beispiele:
1) Renten! Rentenerhöhung auf Steuerkosten die durch "Schulden machen" bezahlt wird. Ein super Argument für jeden den die Rente sehr sehr weit weg ist.

2) Internet Zensur (mehr,noch mehr... da gibt es zu viele Links. Aber die Kinderporno-Diskussion ist der Reichtagsbrand für das Internet.
Der entscheidende Punkt Punkt für mich ist als Wähler ist, dass Politiker in der Diskussion die Sachliche Ebene schon längst verlassen haben. Verbieten und Sperren sind Argumente die bei 60+ super ankommen.

3) LAN-Party Diskussion. Was wir nicht verstehen, verbieten wir. So werden jetzt Reihenweise LAN-Party nach politischen Druck abgesagt.
Heute in der Zeitung lese ich dazu das unserer Innenminister auch schärfere Waffengesetze haben will. Aber er will auch Paintball verbieten !1!! Weil man da ja Amoklaufen trainieren kann. Mit den gleichen Argument kann man auch die Bundeswehr verbieten, da kann man sogar mit echten Waffen auf echte Afghanen ähm Menschen schießen.

4) Ausweitung der Volkszählung! Jetzt mal nur als Beispiel für unser massives Datenschutzproblem, weil ich schon sehe das die Daten zweckentfremdet werden. Datenschutz ist bei uns eine Worthülse und unsere Politiker sind nicht gewollt daran etwas zu verbessern. Ich hätte an diesen Punkt auch Gesundheitskarte nehmen können.

5) Gesundheitsreform! Da sage ich nur total Schaden. Man kann ja sagen das diente nur dazu um das Geld von Krankenkassen mit jungen zahlenden Mitglieder (sagen wir Betriebliche Krankenkassen) zu Krankenkassen mit ältere Mitglieder zu transferieren (z.B. AOK) Und Überraschung was jetzt Passiert.

Das einzige was ich als gelungen betrachte ist das Elterngeld, aber dann muss ich überlegen, was danach kommt.

Jetzt weiß ich auch warum die CDU erst mal kein Wahlprogramm macht, würde bei mir auch nicht helfen, zumindest wenn es so wenig lukrative wie bei der SPD oder so an der Realität vorbei wie bei CSU, FDP, Grüne und die Linke ist.

Ich bin ein kritischer und politisch gebildeter junger Wähler. Irgendwann habe ich mal die Illusion bekommen, dass dies wichtig für eine Demokratie wäre. Ich bin auf der Suche nach einer Partei und/oder einen Kandidaten der meine Stimme verdient.

geschrieben von schnueptus um 12:29, 4 Kommentare, 0 Trackbacks, in die weite Welt, Politik,

Mittwoch, 26. November 2008

Vortrag von Innenminister Holger Hövelmann über Sicherheit und Freiheit.

Ich war heute zum Vortrag "Wie viel Sicherheit erträgt die Freiheit?" vom Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt Holger Hövelmann bei der evangelischen Studentengemeinde.

Der erste Teil war ein kurzer und guter Vortrag über die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Staat und Freiheit. Dass der Staat erst die Möglichkeit schafft unsere Freiheit zu entfalten. Dass der Staat ein Gewaltmonopol hat. Dabei wurde auf Zusammenhänge ausgehend vom 16. Jahrhundert über NS-Zeit bis heute eingegangen, z.B. über die Situation in Mexiko (Kontrolle durch Drogenkartelle), die Unruhen in Frankreich in den letzten Jahren usw. eingegangen. Ich will hier nicht den Vortrag wiederholen, aber alles Dinge die man eigentlich in Sozialkunde und/oder Politikunterrischt schon mal gehört haben sollte.
Die Kernaussage des Vortrages lag in der Aussage, dass sich Sicherheit und Freiheit nicht gegenüberstehen, sondern miteinander einhergehen.
Das Interessantere war aber die anschließende Fragerunde. Da man ja mehr von diesem Vortrag im Kontext des 11. September erwartet hätte und Themen wie Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und BKA-Gesetz in den Fokus der Diskussion rücken.

Dass eine Überwachung ein mehr an Sicherheit bringt, hat Herr Höwelmann mit dem Beispiel der Videoüberwachung am Hasselbachplatz begründet, wo man einen deutlichen Erfolg verbuchen konnte, ohne dass die Schlägerreien jetzt in den Nebengassen stattfinden. Erst auf spätere Rückfrage zum Thema Videoüberwachung drückte er eine skeptische Haltung aus und meinte, dass oft mehr Videoüberwachung gefordert wird und er die Leute bremsen muss und der Meinung ist alles funf mal zu prüfen, bevor man so ein Mittel einsetzt.
Bei der Überwachung von Handys hat er darauf hingewiesen, dass ein Täter von den Sauerland-Attentätern 28 verschiedene Handys hatte, da ist es unmöglich das alles zu überwachen.
Das führte gleich zur Vorratsdatenspeicherung, wo er klar stellt, das nicht Inhalte gespeichert werden, sondern nur von welcher Nummer auf welche telefoniert wurde und man nicht nachprüfen kann wer da telefoniert hat und dass damit die gerichtliche Verwendung schwierig sei.
Was für mich die Frage aufwirft warum tuen wir das dann?
Er betonte, dass es keine absolute Sicherheit gibt und man nicht das ganze Internet total überwachen kann, das sei technisch unmöglich. In diesen Zusammenhang ist die Aussage:

Ich will keinen Überwachungsstaat

aber auch nicht wirklich beruhigend finde ich.
Zum BKA-Gesetz hat er betont, dass Sachsen-Anhalt übermorgen im Bundesrat nicht zustimmen wird. Für ihn sind da 3 Punkte wesentlich:

  • es wird ein Zuständigkeitsvakuum zwichen Bund und Ländern geschaffen
  • die Klausel, dass der BKA-Präsident in drigenden Fällen entscheidet und kein Richter
  • dass bei Ärzte und Jornalisten das Aussageverweigerungsrecht aufgeweicht wird

Oft wurde auch mit dem Bundesverfassungsgericht argumentiert, als Kontrolles des Staates und Sicherung. Auf meine Frage, der Kontrolle fand ich zwei Aussagen gut:

Dass das Bundesverfassungsgericht Gesetze immer wieder gekippt hat, zeigt, dass die demokratische Kontrollinstanz funktioniert


und am besten:

Ob wir den Bogen überspannen, entscheidet am Ende das Bundesverfassungsgericht

Ich finde man darf sich zurecht fragen, ab das auf Dauer gut ist ständig Gesetzte zu machen, die unsere Verfassung/Grundgesetzt ausreizen bzw. ein bissel darüber hinaus gehen.

Meine Frage zum Schutz, wenn die staatlichen Maßnahmen fehlschlagen, wie z.B. bei Operation "Himmel" wo Unschuldige alleine durch den Verdacht Familie und Job verloren haben, wurde leider vom Moderator aus Zeitgründen abgelehnt.

Wichtig ist es sich den Herausforderung an unsere Sicherheit und Freiheit im Internetzeitalter mit neuer Bedrohungen zu stellen und dies gegenüber Zukünftigen verantworten zu können.

Leider sind viele Fragen unbeantwortet geblieben, vielleicht sogar die entscheidende, sich ein Bild zu machen, wer unser Innenminister ist, der sich täglich mit diesen Fragen beschäftigt, und wohin die Entwicklung weiter geht.

geschrieben von schnueptus um 23:27, 3 Kommentare, 0 Trackbacks, in die weite Welt, Politik,

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Studentenaustausch mit Minsk

Im Sommer packt einen immer die Reiselust, mir geht es zumindest so. Und irgendwie verschlägt es mich oft in Richtung Osten. Da war ich sehr erfreut, dass die FMA dieses Jahr, so wie die letzten Jahre auch, wieder eine Exkursion nach Minsk angeboten hat.

Da in Weißrussland noch Visumspflicht herrscht ist dies ein Land, welches man nicht so schnell alleine bereist. Sich dennoch dort an der Uni um zu sehen und Studenten kennen lernen ist ein Angebot, was ich nicht abschlagen konnte.

So ging es im September mit dem Schlafwagen in Richtung Minsk. Von der Verspätung der Bahn mal abgesehen, wurden dann irgendwann am frühen Morgen die Räder gewechselt. Das haben wir mehr oder weniger verschlafen.
Der Empfang war in Minsk sehr herzlich. Und allen Menschen, denen wir begegnet sind, haben uns herzlich empfangen, da wirken wir Deutschen meist sehr kühl.

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Campus mit independents place im Vordergrund

Was auch auf dem Campus auf dem ersten Blick auffällt, ist die viele Militärpräsenz. Vielleicht weil Magdeburg keine Militärakademie hat. Hier merkt man, dass doch etwas anders ist. Aber ich will jetzt nicht über Politik reden. Man spürt schon dass dieses Land zwischen Sozialismus und Liberalisierung steckt, zwischen der wirtschaftlichen Abhängigkeit von Russland und kleinen Schritten in Richtung Europa.

Untergebracht waren wir im Studentenwohnheim. Toilette im Flur, Dusche im Keller, ein Zimmer für drei Studenten. 2 Schränke, 3 Betten, 1 Schreibtisch. Die meisten haben noch ein Kühlschrank und jeder einen Computer untergebracht. Das Zimmer ist richtig voll und "Privatsphäre" gibt es nicht. Dafür preisgünstig. Kühlschrank und Computer sind zum heizen jetzt im Herbst doch sehr wichtig. Da das Wetter sehr Herbstlich war (<9°) und die Fenster nicht dicht, haben wir bei Temperaturen um die 16° in unserem Zimmer die noch nicht funktionierende Heizung vermisst. Aber wir waren ja nicht oft dort.

So besuchten wir Vorlesungen (zum Glück auf Englisch), schauten Stadt, Museen, die Nationalbibliothek und vieles mehr an ...

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Nationalbibliothek

Das wichtigste war aber der Austausch mit dem Studenten. So gibt es in Weißrussland keine Beschränkung zu studieren. Wenn du einen vorgegebenen Notenschnitt hält, dann fördert dich der Staat mit 50€ im Monat. Was nach aussagen des Prorektors über 50% der Studenten betrift. Dazu kommt, dass ein Durchschnittseinkommen zwischen 90 bis 120€ liegt Ein Professor verdient 400€ im Monat. Dabei sind Miete und Energie wesentlich billiger als bei uns, letzteres dank Russland. Auch Lebensmittel sind etwas günstiger, aber dann hört es auch schon auf. Kleidung, Drogerieartikel und vor allem Technik ist teurer als bei uns. Das macht einen bei der ein oder anderen Hartz IV Debatte in Deutschland zumindest nachdenklich. Aber darum geht es mir hier nicht.

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1€ = 3000 Weißrussische Rubel

Der Vorlesungsstoff ähnelt unserem sehr, so hat doch der Professor die gleichen Bücher wie wir in seinem Büro stehen. Ich weiß nicht ob man von seinem Büro reden kann, er muss es sich mit seinen Mitarbeitern, Hiwis und Sekretärinnen teilen.

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Verwaltungsgebäude der Uni

Für die Studenten gibt es auch nicht die Möglichkeit so viel zu wählen, sie werden in eine Art Klasse eingeteilt, die einen gemeinsamen Stundenplan haben.

Es gibt noch viel mehr Eindrücke, von denen ich berichten kann. Aber vielleicht hat der ein oder andere ja nächstes Jahr Lust das selbst zu entdecken.

Besonders gefreut habe ich mich, dass ich einige Studenten hier Magdeburg begrüßen konnte. So sind ein paar hier um ein Semester bei uns zu studieren und letzte Woche kamen einige zu Besuch, so dass ich ihnen unsere Uni und Magdeburg zeigen konnte.

geschrieben von schnueptus um 10:23, 1 Kommentare, 0 Trackbacks, in die weite Welt, Studium,