UniHelp-Blog von schnueptus

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Freitag, 10. Juli 2009

Themen zur Wahl: heute Familienwahlrecht

Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Partei die sich mit Themen mein Stimme im September sichern will und vielleicht bin ich zu jung oder zu naiv, dass ich es noch nicht aufgegeben habe.

Jetzt habe ich mich entschieden mal ein Vorschlag zu machen:
Familienwahlrecht. Es gab dazu ja schon einige Bestrebungen, aber leider wurde das fast gar nicht in der Presse war genommen. Der Wikipedia Artikel ist sehr kurz gehalten, deshalb bringe ich mal noch ein paar Argumente:

  • http://www.sueddeutsche.de/p…/text/ Auch wenn sich die Minister nur Gegenseitig anschuldigen, so stimmt es das die Aktuellen Rentengeschenke auf lasten der jüngeren Generation ausgetragen werden.
  • Die Lasten der neuen Schulden (wegen der Kriese) müssen von den Geburten der Jahrgänge 1980 - 2000 ihr lebenlang abgearbeitet werden. Davon können aber einige nicht Wählen.
  • Das Argument das dann Politiker durch höheres Kindergeld, Elterngeld ect. versuchen die Familien zu beeinflussen finde ich nicht passend. Nachdem ich mich mit der Akademikerwurfprämie (ähm Elterngeld) beschäftigt habe, merkt man was für ein schlechte Politik das ist.
  • Der Bildungsstreik zeigt das vor allem auch Schüler für ihren politische Meinung bereit sind ihre Stimme geltend zu machen. Und das Politik gerne dort spart.

Ich glaube nicht das ich jetzt mit diesen Beitrag eine große Debatte los treten kann, aber vielleicht bringe ich den ein oder anderen Leser dazu mal über dieses Thema nach zu denken. Vor allem da in der nächsten Wahlperiode das Wahlgesetz geändert werden muss, ist das eine Chance die man nutzen sollte.

update

Hier mal der Link für den letzten Antrag im Bundestag mit ausführlicher Begründung.

geschrieben von schnueptus um 10:01, 10 Kommentare, 0 Trackbacks, in Politik,

Kommentare

  • #1 (intern) ads scripsit, 10.07.2009, 12:51:

    Mit dem Thema hast du Recht. Leider wird sich daran aller Voraussicht nach nichts ändern: "Wenn wir die jetzt unmündigen Wähler noch ein paar Jahre weg von der Urne halten, verschiebt sich das Problem. Und später haben die Leute andere Sorgen."

    Für mich bietet da allerdings keine der 4, 5 großen Parteien derzeit ein vernünftiges Konzept.

  • #2 (extern) egal scripsit, 17.07.2009, 11:05:

    familienwahlrecht?? das ist doch von vorgestern. da scheinst du wohl den abnablungsprozess von mami und papi noch nicht ganz vollzogen zu haben.

  • #3 (intern) schnueptus scripsit, 17.07.2009, 11:23:

    Was hat das mit meinen Eltern zu tun?

    ich dachte ich muss den Wikipedia-Artikel nicht noch mal abschreiben. Es geht darum, das Eltern für ihre minderjährigen Kinder (also unter 18, bzw. unter 16) eine Stimme abgeben können.

  • #4 (extern) egal scripsit, 19.07.2009, 13:31:

    die frage ist doch, warum sollten sie das tun können?

  • #5 (intern) schnueptus scripsit, 20.07.2009, 10:39:

    Die andere Frage ist warum jeder Bundesbürger mit einen Schuldenberg auf die Welt kommt, sich mit einem schlechten Bildungssystem zum Erwachsen werden durchschlagen muss und dann später die Rente der jetzigen Bevölkerung erwirtschaften soll und vorher kein politisches Gewischt hat während ihm das alles aufgebrummt wurde.

  • #6 (extern) egal scripsit, 20.07.2009, 18:55:

    die menschen werden halt in einen kontext reingeboren (den man gut oder schlecht finden kann). wahlrecht soll einer/m möglichst mündigen bürgerIn zur verfügung stehen. das der gesetzgeber nun das 18e lebensjahr als grenze defniert hat, kann man auch gut oder schlecht finden (es gibt in manchen bundesländern auch die möglichkeit ab 16 an kommunalwahlen teilzunehmen). da sind jedenfalls versuche, die mündigkeit eines menschen schon früher anzuerknnen. das familienwahlrecht bedeutet aber nicht mehr mündigkeit für die kinder, sondern mehr stimmrecht für die eltern. ich bezweifle jetzt einfach mal, dass die eltern dann auch nach dem meinungsbild der kinder abstimmen werden. die realität zeigt ehr das gegenteil, dass die meisten eltern ehr versuchen ihren willen den kindern aufzuzwingen. außerdem würden sich aus dem familienwahrecht eine menge probleme ergeben. was machen kinder, die mit ihren eltern nicht klar kommen und genau das gegenteil von dem wollen, was ihre eltern für richtig halten. da die letzte entscheidung der wahl dann bei den eltern liegt, müssen sich die kinder beugen und das wäre das gegenteil einer freien meinung- das wäre sippenhaft für die kinder! außerdem hätten dann familien mit mehr kindern mehr einfluss als familien mit weniger- bzw keinen kindern. singels wären ganz benachteiligt.

  • #7 (intern) schnueptus scripsit, 20.07.2009, 22:26:

    Wie das Wahlrecht unsere Demokratie sein soll können immer noch wir entscheiden. Mit diesem gleichen Argument kann man ja auch gegen Frauenwahlrecht argumentiere, da haben 2 verheiratet auch mehr Einfluss als ein Single.
    Andere Staat haben viel komplizierte Wahlverfahren und zum erstaunen funktionieren sie sehr gut.
    Ich sehe dafür keine Argumente dass man sich nicht mal der Frage stellen soll wie man allen Menschen in unsere Gesellschaft am politischen Prozess beteiligen soll.

  • #8 (intern) ads scripsit, 21.07.2009, 00:03:

    Derzeit haben Familien mit vielen Kindern auch viele Nachteile und nur wenige Vorteile. Mit so einem Wahlrecht würde sich das ganze ein bischen umkehren.
    Und ja, eine Großfamilie hat auf einmal nicht mehr nur 2 sondern vielleicht 6 oder 7 Stimmen, es sind ja auch 6 oder 7 Einwohner des Landes, über deren Schicksal die Politik bestimmt - oder nicht?

  • #9 (extern) egal scripsit, 21.07.2009, 09:08:

    schnueptus hat mich nicht verstanden. familienwahlrecht hat nichts mit der frage zu tun, wie menschen in "unserer" gesellschaft am politischen prozess beteiligt werden können. die menschen um die es geht, also die kinder in den familien, werden nicht beteiligt! ihr eltern wählen für sie. eltern sind nicht gleich der willen ihrer kinder. daher müssten die eltern stellvertretend für ihre kinder wählen und ob das gut ist, habe ich in frage gestellt. das klärt dann auch immer noch nicht meine fragen vom oben post. was ist, wenn die kinder eine anderen willen haben als die eltern. wie willst du sicher stellen, dass die eltern nicht ihren willen durchsetzen? warum sollen eltern mit kindern mehr stimmrecht haben, als eltern ohne kinder? UND was hat das alle bitte mit dem frauenwahlrecht zu tun? frauen sind die gleichen menschen, wie männer- natürlich haben die das gleiche recht zu wählen!

  • #10 (intern) LosMintos scripsit, 21.07.2009, 09:13:

    Eine Stimme pro Kopf! Nichts anderes heißt das doch. Unmündige (Kinder, einige Altenheimbewohner, ...) übertragen ihre Stimme auf die jeweiligen Vormunde (Eltern, ...). Ich fände das sehr sinnvoll. Würde eine Partei das anbieten, hätte sie meine Stimme (außer CDU. CSU, SPD, FDP -- aus anderen Gründen).

    Daneben fehlt dann noch das "Familieneinkommen", also die Verteilung des Einkommens auf alle Köpfe in der Familie mit der ensprechenden Senkung der Steuerlast (Beispiel: Ehepaar mit zwei Kindern und zwei Einkommen zahlt 1/4 Einkommenssteuer, da vier Köpfe in der Familie). Das muss natürlich einhergehen mit einer umfassenden Reform des Steuerrechts ...

    Übrigens wurden in Kalifornien, acht stärkste Wirtschaft der Welt, gerade umfangreiche Kürzungen im Sozialen Bereich vereinbart. Die "Krise" dient auch hier aus Begründung. Nach der Bundestagswahl wird das auch in Deutschland so kommen, da nutzen auch unsere frommen Wünsche hier nichts.

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