UniHelp-Blog...

Kategorie Erkentnis des ungewollten...

Donnerstag, 4. Februar 2010

~Wie ich den Kürzeren zog....~


~
kinder höret die geschicht,
von der technik und was sie angericht!

es begann um sieben uhr am morgen,
durchstöberte ich gerad noch ein paar UHforen,

geschäftsabrechnungen und interessante kostenpläne,
alle machten große späne,

komisch kam es mir dann vor,
als mein laptop plötzlich tiefeinfror,

kurzerhand und auf die schnelle,
traktierte ich die powerstelle,

doch dann kam gar nichts mehr zum laufen,
noch glaubte ich ans gute bei dem technikhaufen,

doch er ward nicht mehr zu retten,
geißelte mich mit seinen fehlerketten,

ich keinen verwendungsgrund mehr für ihn sah,
da er schon abgeschrieben war,

doch die odyssee nimmt ihren lauf,
da der service sich nun auch nicht traut,

das gerät wäre nicht mehr zu gebrauchen,
lässt mich stehen und geht lässig eine rauchen,

somit hab ich voller drang und zwang,
einen neue bestellt, nun ist dieser dran,

ein neuer IBM der nicht kommen kann,
komme somit nicht an meine kunden ran,

die sicherung die gerad noch klappte,
aber sich nicht das kleinste grabschte,

das "kleine" ist es was doch so wichtig war,
herr GoodSync sein sie kein narr,

ein handheld der sich nicht synchronisieren lässt,
mein smartphone gibt mir mit nicht gewollten diensten nun den rest,

keine mails der konten schaffens rein und raus,
bekommt RIM für solch gateway etwa noch applaus?

einige kunden deren geld ich haben sollte,
ein gläubiger der mein geld haben wollte,

die bedienung bleibt schon ziemlig lange aus,
ich habs, ich mach der gesamten technik den garaus,

ein eventueller lichtblick in der düstren stunde?
seit ein paar stunden bin ich nicht mehr enterprise-kunde,

sollte nun eins meiner kleinsten probleme sein,
fällt mir da nicht gerad noch mein bussiness-solution ein,

die banken schnell noch informiert,
das es mich nicht gerad nach dem gelde giert,

nur an die konten wollt ich doch noch so gern ran,
in 2 tagen kommt die PIN dann an,

in der zeit noch eilig meinen arbeitsserver aufgesetzt,
denn dieser pochte nun schon lange auf sein recht,

"ist ja kein zustand" schallt es aus der ferne,
leute, der netzwerkdrucker hat euch ziemlich gerne,

glaubt mir, ich komme euch bald retten,
wenn ich es schaffe meine sim-card umzubetten,

denn diese krallt sich noch ins autotelefon,
idiotische technik, sagte sich sicherlich herr daimler schon,

nebenbei brütet in mir noch ein emotionaler knüller,
fegt für mich den schnee doch mein geliebter 67jähriger nachbar müller,

durch abwesenheit und ständige beschäftigung,
ist mein haus das letzte mit winterummantelung,

nebenbei hör ich nochmals aus der ferne,
das die putzfrau sich entferne,

müde sei sie, sie sei auch schon ziemlich alt,
was soll das, wer zahlt dir dein gehalt?

doch nun hab ich scheinbar zeit mich den richtigen sachen zu widmen,
hoffentlich find ich beim schneefräsen dir richtigen rhythmen,

mal richtig die seele baumeln lassen,
nein, ach ja, das wäre nicht zu fassen,

käme nicht in diesem jahr,
noch das kleine prüfungs-[di-sas-tar],

hab noch acht prüfungen vorzubereiten,
ohne technische ablenkung sollten diese nun ja nicht mehr scheitern!
~

geschrieben von david um 15:42, 3 Kommentare, 0 Trackbacks, in Erkentnis des ungewollten...,

Freitag, 15. Mai 2009

...ein paar Worte zum Abschluß

UniHelp e.V. schrieb:

[13.] Auflösung des Vereins und Bestellung von Liquidatoren

es liegen der versammlung anträge auf auflösung vor, um das (scheinbar) nicht-endende spielchen mit würde zu beenden!

ich denke die konsequenzen sollten jedem denkenden user klar sein!

afurar schrieb:

Ich dachte das konnte abgewendet werden...


der verein ist keine AG, entweder besitzen wir humankapital oder nicht. "flauten"/"nullrunden" und "absatzrückgänge" können von dem verein nicht "gepuffert" werden.

scheinbar lassen sich weder leute INTERN noch EXTERN dazu herab, die idee zu unterstützen.
wir brauchen hier nicht groß zu barmen, lasst euch gesagt sein, USER und MITGLIEDER die es bis dato nicht vollbracht haben ihre (auch wenn es nur die kleinste) hilfestellung ist/war anzubringen, interessieren sich auch in diesen stadium nicht.

es ist für mich, und den verein erbärmlich sich in dieser art und weise zu prostituieren, zu betteln und leute versuchen zu erreichen, die es gar nicht für nötig halten!

und bitte.... "neues studiensystem", "keine zeit" blabla...

ich studiere auch, ich arbeite auch, ich habe auch familie (ja, sie sitzt 250km entfernt), ich habe auch eine freundin (die ich gern auch mal öfter sehen würde), ich habe auch "viel zu tun" (sehr dehnbar)

und trotzdem schaff ich es immer noch alle 3 wochen mein temozolomid einzustellen!

wer es will, der schafft es auch, nur scheint für den verein selbst der letzte wille zur tortur!

geschrieben von david um 11:24, 4 Kommentare, 0 Trackbacks, in Erkentnis des ungewollten...,

Dienstag, 7. April 2009

~david w. "Ich gestehe, ich bin ein (trainierender) Radfahrer"~

~
sobald die ersten strahlen die leute nicht mehr davon abhalten können mit dem auto bis in den see zu fahren, ihren sonntäglichen spaziergang zwingend mit dem kfz bis in den grünen park zurücklegen müssen und trotz herzlicher frühlingssonne ihren, scheinbar über die wintermonate, gepflegten groll nicht ablegen können und wollen, jagen unzählige lebende gegenstände auf die öffentlichen straßen, die es scheinbar gar nicht wert sind, näher betrachen zu werden.

doch in dieser gesellschaft, ganz versteckt, kommen ebenso zu der warmen jahreszeit die kleinen putzigen radfahrer auf den weg,
vielleicht hat der eine oder andere ihn schon einmal gesehen...

das sind so lustige, bunte männekicken meistens mit trikot bekannter mineralwasserfirmen oder telefon-werbung oder auch milchspeiseproduzenten.
alle diese haben eins gemeinsam, sie freuen sich an der sonne, freuen sich an ihren geräten und an ihrer leistung.
sie benutzen radwege, fußwege und sogar die straße...

doch oh weh, viele autofahrer scheinen diese spezies zu übersehen...
viele hauen aus angst, sie könnten denen etwas antun auf die hupe, zeigen somit: "hier bin ich, ich fahre jetzt an dir vorsichtig vorbei, ohne dir zu schaden"

viele freundliche autofahrer kurbeln sogar das fenster hinunter und rufen dir, bestimmt, freundliche worte zu. leider kann man sie nicht immer verstehen, da sie gegen den wind sprechen, aber, ein glück, sie untermalen es mit freundlichen handzeichen, zeigen dir, was sie so nett formuliert haben...

ganz besondere autofahrer, die rufen und zeigen nicht, sondern die sehen, das du tarinierst und versuchen dich mit getränken und zigaretten zu ermutigen...
wer kann denn schon wissen, das die red-bull-dose leer war und der beifahrer sich nicht allzu große mühe gab, sie auf gleicher höhe zu überreichen sondern im vorbeifahren versuchte sie rüber zu werfen, und welcher lieber autofahrer kann denn schon wissen, das wir radsportler nicht rauchen...
aber sie denken ja auch mit, die zigarette wurde von beifahrer ja schon bis zur hälfe geraucht und nur noch die schwache glut der glimmenden zigarette traf das gesicht...

all diesen netten fahrern, beifahrern und engagierten muntermachern möchte ich eines sagen:

meine räder übersteigen das 3fache eures wahrscheinlich kargen facharbeiterlohns, denn nur dumme menschen begreifen nicht, das es auf einer bundesstraße -keinen- radweg gibt, auf dem ich fahren kann.

JA ich gestehe, ich fahre in der mitte meiner fahrbahn weil meine durchschnittsgeschwindigkeit um die 45km/h liegt und ihr nicht bedeutend schneller seid.

JA ich gestehe, ich fahre bei niedrigem sonnenstand in der mitte meiner fahrbahn, weil ich nicht einsehe, das ihr idioten mich in eurer kurzsichtigkeit und euerm unvermögen euch auf abendsonne einzustellen, mich überseht, und vom fahrbahnrand drängt.

JA ich gestehe, ich fahre bei schlechtem asphalt streng zum mittelstreifen, um euch zu signalisieren, das ich evtl. ausweichen muss, um den 10cm tiefen schlaglöchern auf der bundesstraße auszuweichen, ich sehe nicht ein meine 1.600,00EUR carbonfelgen zu versauen, damit ihr ungestört vorbei fahren könnt!

JA ich gestehe, ich schneide auf meiner spur die fahrbahn nach vorherigem umsehen, weil ich bei 3namenhaften sponsoren unter vertrag stehe, im TV Immensadt als auch im SCO e.V. eingetragen bin, einen DTU starterpass sowie eine BDR straßenlizen besitze, somit an meine zeitlichen rennvorgaben hohe erwartungen liegen, und ich von offizieller stelle als straßenrennradfahrer legitimiert bin!

JA ich gestehe, bis dato (heute inbegriffen) mussten schon etliche trinkflaschen, viele riegel und gels, obst und traubenzucker dran glauben, die ich euch auf die windschutzscheibe schmiß, weil ich seit meinem 12lebensjahr trainierte, in dieser zeit 2x schwer und etliche male leicht angefahren und verletzt wurde, mein letzter unfall im oktober 2008 mit einem hüftschaden und faherflucht endete (vom materialschaden ganz zu schweigen) und ich darauf verzichten kann, eure seitenspiegel in meinem becken zu spühren.
das gleiche gilt für eure überflüssigen hup-tiraden, die ihr auf einer landstraße/bundestraße etliche kilometer weit hinter mir von euch gebt um mich dann doch zu schneiden um mir eure wut ins gesicht zu schreien... (im gegenwind)
wohlbemerkt, bei einer kilometerweit einzusehenden straße, ohne gegenverkehr find ich diese reaktion etwas überflüssig!

JA ich gestehe, ich fahre im freien training [GA1/2] mit kopfhörern, weil ich die 110km leistungsstrecke nur auf den letzten 20km ohne musik fahre, weil diese mit einem koppeltraining verbunden werden und ich anreizstrukturen brauch, um in stimmung zu kommen, letztendlich hilft es mir, euer gegröhle zu überhören.

JA ich gestehe, ich distanziere mich von allen schönwetter-sonntags-mal-so-richtig-zeigen-das-ich-auch-ein-radsportler-bin fahrern!
mit allem werbe- und schnickschnak-accessoires die den belgischen-kreisel als nougat konfekt wahrnehmen und mit ihrer überzüchteten selbstdarstellung dem radsportimage keinen dienst erweisen!

JA ich gestehe, meine täglichen trainingszeiten (im sommer) zwischen 5:45uhr und 7:00uhr, sowie 18:00 bis 22:10uhr sind ungewöhnlich aber ich richte mich nicht nach euch, meine vorgaben könnt ihr nur vorsichtig erahnen, geschweige denn umsetzten, wenn ihr um 12uhr mittag esst, werde ich mich nicht erniedrigen in der mittagshitze mein training abzuhalten, nur weil dann eure straßen leer sind...

~
jemand schon im geschriebenen ertappt? schon einmal über die andere seite nachgedacht? darüber, das dieser "sportler" eventuell ein höheres ziel verfolgt, als "euch die straße wegzunehmen"?

leben und leben lassen, rammt ihr das fahrschulauto, weil es genau 50km/h fährt?
drängt ihr das mofa zur seite, weil es euch zu langsam ist?
meint ihr denn, das nur etwas was "bezahlt" und somit eine plakette bekommt, nur auf deutsch straßen fahren darf?

wie unfähig seid ihr eigentlich, das ihr nicht begreift, das dieser radfahrer am nächsten morgen vielleicht ebenso mit dem auto zur arbeit fährt wie alle anderen!

ich danke allen die es begriffen haben, ordentlich, ohne irgendwelche spielchen, einen radfahrer mit der nötigen sicherheit zu überholen!
zum einen, weil sie sich ihrer stärke bewußt sind, zum anderen weil sie es gar nicht interessiert, was der kasper auf seinem rad versucht, und er ihnen wohlmöglich nur leid tut, sich so etwas anzutun!

dennoch sollten beide seiten ihr hirn anschlaten, der gesetzgeber sieht -nicht- vor das man auf einer straße, als radfahrer, nebeneinander fahren sollte, um sich so besser zu unterhalten!

doch wenn der klügere immer nachgibt, dann steckt die gesellschaft ja doch voller dumme!

~
unpolitisch,überparteilich, verfasst unter Berücksichtigung der Würde der Person

geschrieben von david um 14:46, 4 Kommentare, 0 Trackbacks, in Erkentnis des ungewollten...,

Dienstag, 30. September 2008

~Vor der Immatrikulation, hier aufreißen.....

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do it yourself! recht einfach das vorgehen, schon in der ersten woche bekommt man den input seines lebens! während man sich hässlicherweise dicht gedrängt zwischen all den fremden in den hörsaal presst, keine ahnung hat, zumindest jetzt noch nicht, was der alte mann da vorn eigentlich sagen will, und warum er mit solch einem pathos ständig die wörter „nachhaltigkeit“ „wille“ und „erfolg“ sagt.

nein, dies ist kein outing-seminar bekannter gehirnakademien, auch kein „selbst-finde-kurs“ mit abenden am lagerfeuer und ganz dufter freundschafts-beziehungen und so..
wir sind hier schließlich an einer universität und wer das ab dem datum seines eintrittes in diesen elitären club nicht verstanden hat, dem kann nun auch nicht mehr geholfen werden.

es gibt in den hörsälen klare hierarchische „wer-geht-wann-wo-raus-regeln“ und sitzplatzverteilungsebenen.
widmen wir uns zuerst dem letzteren, unwichtigerem aber spannendsten thema, dort finden wir starke persönliche und prägende charakterzüge wieder, es wird immer so sein, das diejenigen die, ihr jugendliches gehör schon in der tram liegen lassend sich tendenziell immer in die letzten, stickigsten, wohl aber laszivsten plätze begeben, dicht gefolgt von den amüsant grölenden „GRÖßER, VERDAMMT“ augengeschädigten , ebenso beliebt natürlich die äusserung der ersten subspezies die mit ihrem schallenden „LAUTER“ auftrumpft.

schwenken wir etwas in die vorderen reihen fällt einem auf, das hier die leistungsdichte enorm gesteigert wurde, neben radikalen abspaltungen, die damit beschäftigt sind, ihre braun-furnierte umgebung mit leeren kaffeebechern, unnützen werbegeschenken und zerfledderten uni-spiegeln zu dekorieren, gesellen sich auch eher harmlose mitglieder, die es in den renommierten ganzen 90minuten nicht einmal schaffen ihren gestrig in der großübung aufgestellten highscore zu knacken!

aber was wäre nicht die hörsaallandschaft ohne die stetigen sich immerwährend bildenden oberprimaner! frisch aus der allgemein bildenden schule, die füllerkappe im schönen federmäppchen noch nicht geschlossen und schon wieder geistig frisch auf den ersten rängen sitzend! recht so, sitzend, eine haltung, die in manchen einrichtungen schlichtweg orthopädisch unmöglich ist!
während die hintere, untere klasse des allgemeinen durchschnittst, halbwegs den langwierigen monotonen redeschwällen des akteurs lauschen, konzentriert sich im vorderen teil eine art intellektuelle gründergruppe, getragen von den gedanken der freien bildung, gesellschaftlichen aufgeklärtheit und einem weltumfassenden, nein, aus ihr heraussprudelnden detailwissens.
für nicht-begabte sind die ergüsse an den wilden gesten des redners zu erkenne, der nach zehn bis fünfzehn minütiger mikrofonpause lauthals „haben sie das alles jetzt verstanden was ihr kommilitone sagte, das war nämlich gar nicht so schlecht“ in sein nun wieder für alle zugängliches mikrofon hustet.
sicherlich, wie sollte man denn auch, es war für alle hörbar, zwei sitzplätze rechts und links um den redner selbst!

einem ritterschlag kommt es nur noch gleich, wenn, wie des öfteren zu erleben, die redner dem intelektuellen kraftbolzen erlauben aufzustehen, sich umzudrehen und seine geballte wissenskraft zur aufliegenden folie dem rest des pöbels zu kredenzen. die masse solle gefälligst ruhe geben, wenn der kommilitone sein wertvolles wissen preisgibt.

nachdem nun die extravagante formel um ein widriges, bei der späteren differenzierung rausfallendes, rechensymbol reicher ist, kann sich der akteur des schauspiels wieder hernierderlassend und von seinen mitdenkenden „freunden“ in empfang genommen werden.

natürlich sollen auch die konsequenten „lärmpegel-aufrecht-halter“ nicht zu kurz kommen, sie sorgen mit amüsanten, spontanen reizreaktionen für aufsehen, und versuchen mit neckischen handy-klingeltönen, lautstarken ausrufen und immerwährendem redefluss dafür, das es im hörsaal nie an stille mangelt.

wenn man schon so genau hinschaut, dann seien noch diejenigen erwähnt, die stringent die mittleren plätze belegen, nein, nicht weil sie das raumpanorama genießen, sondern weil es donnerstagabend ist, und sie wie jeden donnerstagabend zehn bis fünfzehn minuten früher aus dem saal gehen müssen um ihre bahn gen heimat zu erreichen, natürlich reicht dort nicht die kleine ausstattung, nein, fast ganze reisekoffer kommen zum vorschein.

da man hier noch explizit die reservierkünstler nennen muss die es wirklich schaffen, vor allen andern sich durch das einlass-auslass-prozedere zu drängen um dann geschickt zwei volle stuhlreihen mit ihren eigenen jacken, pullovern und rucksäcken zu markieren, erübrigt sich von alleine.

haben alle charaktere nun die bühne betreten, platz genommen und ihre requisiten ausgeteilt, kommt es vor das die redezeit des professors auch schon wieder vorüber ist!
wenn man nicht gerade geschlafen, unterstrichen, sms-geschrieben hat, der tram 2 nachgeguckt hat, die nachbarin beobachtet, ehepläne schmiedet und sich über die frisuren der vor einem sitzenden lustig gemacht hat, kommt es vor das, spätestens wenn die nachbarn aufspringen, klopfen und von links oder rechts maulen und drängeln, der hörsaal so langsam geräumt werden sollte!
eine klare historische überlieferung gibt es leider nicht, und lag auch bis dato dem bericht nicht zu grunde, man kann sich nur aus jahrelangen erfahrungen aus der massentierhaltung und dem verhalten bei massenpaniken bedienen.
sollte man einmal in die bedrängnis kommen, und war nicht schnell genug die letzten worte des redners zu übertragen, hilft nur noch die flucht nach vorn, sämtliche utensilien in das dafür großräumig vorgesehene beföderungspackmaß.

sollte auch dies nur noch schwer möglich gewesen sein, dann muss man wohl oder übel auch den gang nach vorn antreten, richtig, auf die sitzfläche des vordermannes treten, um dem zertramplungstod zu entkommen!

hat der emsige student es geschafft sich an die flanken des hörsaales zu kämpfen, sein puls hat sich gelegt, der schweiß trocknet so langsam aus den handflächen, der augendruck erreicht wieder betriebstemperatur, dann heißt es warten und fädeln lassen!
auch weniger attraktive frauen dürfen hier vorgelassen werden, um seitens ihrer freundin kein unmut zu stiften! auch die anhängende männliche studentenschaft muss! durchgelassen werden!
kommen wir zur königsklasse, dem raus-rein-rudiment, ältere semester sind immer und das wird hier noch einmal deutlich betont, sind immer in der unterzahl! durch ihre höhere qualifikation, sind sie auch leichter reizbar, ebenso ist durch das geistige humankapital, welches sie sich über die zeit anhäuften, eine weiträumigere „sicht-der-dinge“ entstanden, sie sind alt! also lässt man sie besser zufrieden, diese alten menschen brauchen freies geleit, kein drücken und schieben, kein drängeln und quetschen, sie sind geläutert, solche zeiten sind bei dieser studentenschaft vorbei! deshalb muss man ihnen den groll auch etwas nachsehen, wenn sie fluchen, meckern, drücken, pressen, eine schneise in die wartenden schlagend sich ihren weg nach draußen kämpfen.

auch wenn jeder student diesen ritus durchleben muss, jeder wird im höheren semester stöhnen, klagen, fluchen, meckern, drücken und pressen und so seine individuelle schneise durch das junge unerfahrene studienvolk schlagen.

nun soll der spass ja nicht genommen werden, weil ja jeder durch diese feuertaufe gehen muss.
sollte man hier noch weiter eingreifen, dann fallen die stichpunkte wie zickiges lehrstuhlpersonal, gebete unser lieben professoren, leid und unrecht die den professoren angetan werden, disziplinlosigkeit der studentenschaft, glühweinschlacht der fakultäten vor dem h1, durchfallquoten, arbeitsblätter, kleine tutorienräume, untergewicht, geringe belüftung und der interessanteste job des campus, hausmeister und technikwart.

aber was wäre doch auch dieser abschnitt, wäre er nicht dumm, unnötig und interessant zu gleich!

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geschrieben von david um 09:46, 13 Kommentare, 0 Trackbacks, in Erkentnis des ungewollten...,