
Sur l´eau - Linke Liste
Wahlprogramm 2010 / election manifesto 2010
(english version will follow soon)
Vom 1.-2. Juni 2010 finden die alljährlichen Gremienwahlen an der Otto-von-Guericke-Universität statt. Auch in diesem Jahr tritt die Hochschulgruppe Sur l'eau zur Wahl an. Nachfolgend möchten wir euch unser Wahlprogramm vorstellen.
Zwei Jahre Sur l‘eau in den Gremien
…das bedeutet zwei Jahre erfolgreiche und engagierte Arbeit für die Studierendenschaft. Auch in dieser Legislatur konnten wir die Kernpunkte unserer aufgestellten Ziele als zentrale Themen in die studentischen Gremien einbringen und etablieren. Exemplarisch sei auf die Positionierung des Studierendenrates zur Änderung des Landeshochschulgesetzes verwiesen, welche es ohne die Hochschulgruppe Sur l‘eau nicht gegeben hätte, sowie auf unseren Einsatz für den Verbleib des Projekt 7 in studentischer Selbstverwaltung. Nach wie vor wollen wir uns aber nicht auf unseren Erfolgen ausruhen, sondern nachdrücklich und fortlaufend für eine kritische Auseinandersetzung mit dem universitären Alltags- und Wissenschaftsbetrieb eintreten. So bleibt es eine Selbstverständlichkeit, nicht nur für eine bilinguale Uni – also die konsequente Öffnung des universitären Raumes für die englische Sprache –, sondern auch für eine sächliche und geschlechtsneutrale – und somit eben nicht männlich geprägte – Sprache in allen Ebenen der Hochschule einzustehen.
Demokratie stärken!
Demokratie ist die Grundprämisse, an der sich auch das Uni-Leben messen lassen muss. Die Sicherung der studentischen Mitbestimmung gegenüber der Uni-Verwaltung, der Berücksichtigung der Studierendeninteressen bei der Studiengestaltung, sowie der Förderung demokratischer Strukturen auch außerhalb der Gremien gehören zu unserem besonderen Anliegen. Doch auch die Arbeit der Studierenden- und Uni-Vertretungen, die derzeit von Intransparenz geprägt ist, muss den demokratischen Standards entsprechen. Das Ausüben von Mandaten stellt eine Verantwortung gegenüber der Studierendenschaft dar, die von einigen Hochschulgruppen nur zu gern vernachlässigt wird. Gremienarbeit ist mehr, als nur eine Referenz im Lebenslauf! Wir fordern daher eine öffentliche demokratische Kontrolle der Gremien!
Studentische Selbstverwaltung fördern!
Der Campus als Ort der vielfältigen Begegnungen ist kein bloßer Raum der Forschung und Lehre. Studentische Selbstverwaltung an der Universität gehört für uns zum Selbstverständnis einer Hochschule. Nachdem die geplante Übernahme des „Projekt 7“ durch das Studentenwerk vorerst abgewehrt werden konnte, fordern wir weiterhin zusätzliche selbstverwaltete Räumlichkeiten für Studierende. Möglichkeiten der Selbstverwaltung auf dem Campus reichen dabei von einfachen – aber derzeit wenig vorhandenen- Aufenthaltsräumen bis hin zu eigenständigen Studierendencafés. Die Einrichtung einer selbstverwalteten Werkstatt für bspw. Fahrradreparaturen und Werkzeugausleihen, wie sie an anderen Hochschulen selbstverständlich sind, sollte für die Universität zum Mindeststandard bei der Betreuung ihrer Studierenden gehören.
Projekt FGSE
Im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung wollen wir uns weiterhin dafür stark machen, die Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften – größte Fakultät der Universität – ihrer Bedeutung entsprechend auszustatten. Zur Verbesserung der Studienbedingungen wäre es nur ein kleiner, aber dennoch signifikanter Schritt, die Öffnungszeiten, sowie das Angebot der FGSE-Kantine zu erweitern und somit vielen Studierenden den langen Weg zum Hauptcampus zu ersparen. Wer an der FGSE einen ruhigen Raum zum Lesen oder Lernen sucht, hat in den seltensten Fällen Erfolg. Wir fordern zusätzliche Sitzgelegenheiten, sowie die Bereitstellung von Leseräumen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen eines eigenständigen und selbstbestimmten Studiums.
Über den eigenen Tellerrand hinaus
„In was für einer Gesellschaft wollen wir Leben?“ Eine Frage die wir nicht allein mit einem Fokus auf die eigene Hochschuleinrichtung beantworten können. Das Engagement für pluralistische Demokratie bedeutet die aktive Mitgestaltung unserer Umwelt und die Stimmen der Studierenden zu kommunal- oder allgemeinpolitischen Themen nach außen hin stark zu machen. Aus studentischer Initiative bereichern zahlreiche Projekte und Veranstaltungen die lokale kulturelle Landschaft. Der Studierendenschaft trägt als vitaler Bestandteil der Bevölkerung eine politische Verantwortung die Demokratie zu stärken und Missstände zu bekämpfen. So ist es beispielsweise wichtig, auch weiterhin als Studierendenschaft im lokalen Bündnis gegen Rechts aktiv zu sein.
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